Stress und Burnout

Stress und Burnout

Burnout

Sie sind gestresst und haben das Gefühl, dringend eine Auszeit zu brauchen? Doch der Alltag in Beruf und Familie, und die vielen verschiedenen Anforderungen lassen Sie einfach nicht zur Ruhe kommen? Sie kommen sich vor wie im Hamsterrad? Zeitmangel, Termindruck, immer für andere da sein müssen und eine ganze Reihe anderer Stressfaktoren kosten einen schnell sehr viel Energie. Die Erholung kommt dabei oft viel zu kurz. Das Ergebnis ist häufig, dass irgendwann die Akkus einfach leer sind, es ist einfach keine Kraft mehr vorhanden. Burnout ist mittlerweile kein Fremdwort mehr, sondern bitterer Alltag für viele Menschen geworden.

Stress / Burnout: Ein Gesellschaftsthema

Die Anzahl der Menschen, die sich aufgrund einer seelischen Erkrankung Arbeitsunfähigkeit geworden sind, hat nach Angabe der Deutschen Rentenversicherung von 1993 bis 2011 um 37,7 % zugenommen. Laut Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK stiegen die Fehlzeiten von Arbeitnehmern mit psychischen Erkrankungen zwischen 1994 und 2011 um 88 %.Gleichzeitig waren nach Zahlen des statistischen Bundesamtes Erwerbstätige 2010 pro Stunde 33,1 % produktiver als noch 1991.

Burnout hat verschiedene Stadien. Selbsthilfe ist erfahrungsgemäß nur im Anfangsstadium möglich. Anschließend benötigen Sie professionelle Hilfe. Der Weg von einem erlebten Burnout zurück in den normalen Alltag ist langwierig und anstrengend. Man sagt, dass der Weg aus dem Burnout etwas genauso lange dauert wie der Weg in das Burnout. Die richtige Prävention schützt Sie vor der Burnoutspirale.

12-Stufen-Modell nach Freudenberger / North

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• Phase 1: Der Zwang sich zu beweisen, übersteigerter Ehrgeiz und Perfektionismus.

• Phase 2: Verstärkter Einsatz – Aufgaben werden besonders rasch erledigt. Etwas zu delegieren fällt schwer.

• Phase 3: Soziale Bedürfnisse werden sekundär empfunden. Lebensstil wird zunehmend ungesünder. Zustand wird allerdings als normal empfunden.

• Phase 4: Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen. Schlafmangel und erste körperliche Symptome. Unpünktlichkeit und sonstige Fehler mehren sich.

• Phase 5: Umdeutung von Werten – Die Wahrnehmung verändert sich, die Betroffenen stumpfen ab, werden oft hart und berechnend.

• Phase 6: Verleugnung der Probleme – Zunehmende Verbitterung und Härte. Vermehrt Abkapselung, Ungeduld, Intoleranz, Aggressivität. Deutliche körperliche Beschwerden.

• Phase 7: Rückzug – PartnerIn, Familie und Freunde werden jetzt als Belastung, oft sogar als feindlich erlebt. Kritik wird nicht mehr ertragen. Orientierungslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.

• Phase 8: Verhaltensänderung – Den Betroffenen wird zunehmend alles egal. Teilweise paranoide Tendenzen.

• Phase 9: Depersonalisation – Menschen in dieser Phase haben das Gefühl, nicht mehr sie selbst zu sein; sie beschreiben sich als „Maschinen die funktionieren (müssen)”.

• Phase 10: Innere Leere – In dieser Phase sind die Betroffenen bereits völlig mutlos, leer, nutzlos, ausgezerrt, ängstlich bis panisch. Phobien und Panikattacken sind möglich.

• Phase 11: Depression – Das Stadium der Depression ist von tiefer Verzweiflung, Selbsthass, Erschöpfung, dem Wunsch nicht mehr aufwachen zu müssen und Suizidgedanken geprägt.

• Phase 12: Völlige Erschöpfung – In dieser Phase kommt es zum körperlichen (Krankheit), psychischen und emotionalen Zusammenbruch; es handelt sich nun um einen absoluten Notfall.

Wie läuft eine Stress- / Burnoutberatung ab?

Im Rahmen meines Beratungs-Pakets führe ich Sie kurz in die psychologischen und physiologischen Zusammenhänge von Stress, Burnout und Depression ein. Danach testen wir Ihr persönliches Burnout-Level sowie Ihre Stressresilienz und persönlichen Stressverstärker. Nach dem so gefundenen Ergebnis entwickeln wir die denkbaren Hintergründe beziehungsweise Ursachen Ihres Zustands. Gemeinsam werden wir herausarbeiten, welche Rolle Ihre persönlichen Lebensumstände bei Ihrem Problem spielen könnten. In unserem zweiten Termin stelle ich Ihnen dann die Ergebnisse der Tests vor und wir unterhalten uns über Ihre persönlichen Maßnahmeempfehlungen, die auf den gefundenen Erkenntnissen des ersten und zweiten Termins basieren und Ihnen individuell auf Sie zugeschnittene Methoden, gegebenenfalls auch für Ihr Stressmanagement, an die Hand geben.