Plötzlich ständig zusammen

Plötzlich ständig zusammen – Tipps zum Umgang mit dem Partner/der Partnerin

 

Streit und Konflikte sind normal und gehören zum Leben dazu. In Krisenzeiten wie jetzt können Probleme und Konflikte allerdings zunehmen, da wir belastet sind. Dadurch, dass Schulen, Kindergärten und Tagesstätten geschlossen sind und die Kinder und Jugendlichen sich nicht untereinander treffen sollen, sind Familien auf sehr viel engerem Raum zusammen als sonst. Dies kann schön sein, aber auch zu Problemen führen oder Konflikte, denen man sonst aus dem Weg gehen kann, verstärken. Gleiches gilt für Eltern und Paare – Belastungen und gereizte Stimmung führen zur Verschärfung von Konflikten.

 

Welche Schwierigkeiten können auftreten?

 

  • Ängste und Sorgen: Angst, dass die Partnerschaft eine solche Belastungsprobe nicht aushält; Angst, dass einem alles zu viel wird und über den Kopf wächst, woraus Wut und Verzweiflung resultieren; Angst der Kinder, dass die Eltern sich trennen werden.

 

  • Körperliche Reaktionen: Streiten und die Auseinandersetzung mit Problemen ist anstrengend und kann zu Müdigkeit oder Erschöpfung führen. Manche Menschen regen sich aber auch sehr auf und haben dann z. B. einen erhöhten Herzschlag oder werden motorisch sehr unruhig.

 

  • Grübeln und Schlaflosigkeit: Sorgen und Ängste nehmen gedanklich viel Raum ein; häufig fangen Menschen dann an zu grübeln oder haben das Gefühl, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können. Das Grübeln kann sie auch am Schlafen hindern.

 

  • Aggressivität und Gewalt: Häufig ziehen sich Menschen in belastenden Situationen erst einmal zurück – auch in der Partnerschaft. Aufgrund der Einschränkungen durch die aktuelle Corona-Situation kann dies gerade bei beengten Wohnverhältnissen schwierig werden. Partnerprobleme verschärfen sich und können in aggressives Verhalten oder auch körperliche Gewalt umschlagen.